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24.09.08

Ministerbesuch zum Firmenjubiläum

Albaxen/Holzminden. "Vor 60 Jahren hat Konrad Reitz wohl nicht im Traum daran gedacht, dass seine Firma so eine Entwicklung nehmen würde", begrüßte Franz-Josef Pollmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Reitz Holding, die etwa 700 Gäste, die sich am Samstag in der überaus prachtvoll dekorierten Holzmindener Stadthalle eingefunden hatten, um das 60-jährige Bestehen des Albaxer Familienunternehmens Reitz zu feiern.  

Doch bevor die Festgäste feiern, die vielen kulinarischen Köstlichkeiten und das hervorragende Musikprogramm der Band "Night Flight" genießen konnten, hatten zunächst die Gratulanten das Wort. Der erste Festredner war der NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann. Den Mut zu haben sich selbständig zu machen und ein Unternehmen zu gründen sei damals nach dem Krieg schon eine enorme Leistung gewesen, betonte Laumann. Heute zeige sich das 60-jährige Unternehmen Reitz rüstig und vital und spiele auch auf dem internationalen Markt eine bedeutende Rolle. In seinem Grußwort zeigte sich Laumann besondere erfreut über das Engagement der Firma Reitz für die Aus- und Weiterbildung ein. 

"Die Ausbildung ist eine zentrale Investition in die Zukunft junger Menschen, aber auch in die Zukunft wettbewerbsfähiger Unternehmen", sagte der Minister. Nur wer heute ausbilde, sichere den eigenen Fachkräftebedarf von morgen. Mit einer innovativen Mannschaft könne Reitz auch in der Zukunft den Erfordernissen am hart umkämpften Markt gerecht werden. Gute Qualität, Innovation, und vernünftige Aus- und Weiterbildung, aber auch das gegenseitige Vertrauen und die Achtung von Firmenführung und Mitarbeitern bildeten die besten Grundlagen, um optimistisch in die Zukunft blicken zu können. "Es ist heute ein großer Tag in der Wirtschaftsgeschichte des Kreises Höxter", gratulierte Landrat Hubertus Backhaus. Reitz sei in der Region eines der bedeutendsten mittelständischen Unternehmen. 

"Und sie alle sind der Erfolgsmotor", wandte sich der Landrat an die Mitarbeiter. Der 1980 verstorbene Firmengründer habe ein Erbe hinterlassen, das weiter expandiert sei und heute in der Weltliga mitspiele. "Wer für die Zukunft baut, stiftet Optimismus", hob Backhaus hervor. Michael Stolte von der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld skizzierte in seinem Grußwort die wirtschaftliche Bedeutung und Entwicklung des Unternehmens. Er bezeichnete Reitz als "eine tragende Säule in unserer Region", deren Erfolgsgeschichte in dritter Generation fortgeschrieben werde.  

Das Schlusswort hatten die Geschäftsführer Elmar Gierse und Ulrich Breder. Ihr besonderer Dank galt den heutigen Rentnern, die vor Jahrzehnten den Grundstein für das erfolgreiche Unternehmen gelegt haben. Auch in Zukunft sei es wichtig, dass die Mitarbeiter Verantwortung übernehmen und das Unternehmen mit gestalten würden. Gierse: "Ein Mitarbeiter ist nicht der, der für mich arbeitet, sondern der, mit dem ich zusammenarbeite". Ulrich Breder zeigte auf, welche Zielsetzung notwendig ist, um das Unternehmen sicher in die vierte Generation führen zu können: Anders sein als die anderen, Grenzen überschreiten und offen sein für Veränderungen lauten die Zukunftsaspekte.  

Nicht ohne Stolz verwies er darauf hin, dass Reitz pro Jahr 10.000 Ventilatoren herstelle. Das sei mehr als jeder andere Mitbewerber produziere. Gierse und Breder hielten fest, dass das Unternehmen für die Zukunft bestens gewappnet sei und die Gesellschafter zu 100 Prozent hinter ihnen stünden.

Grusswort Hubertus Backhaus, Landrat (pdf)

Grusswort Michael Stolte, Referatsleiter Wirtschaftsförderung IHK Ostwestfalen (pdf)